Sofortige Partnerbehandlung bei Gonorrhoe oder Chlamydieninfektion: Wirkung auf Rezidiv- oder persistierende Erkrankungsrate
Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 27. Januar 2022
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Sofortige Partnerbehandlung bei Gonorrhoe oder Chlamydieninfektion: Wirkung auf Rezidiv- oder persistierende Erkrankungsrate

Viele Sexualpartner von Personen mit Gonorrhoe oder Chlamydieninfektion werden nicht behandelt. Dies führt zu Reinfektionen und Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten.

Sexualpartner von Frauen und heterosexuellen Männer mit Gonorrhoe oder Chlamydieninfektion wurden entweder sofort behandelt (Termingruppe) oder angehalten, sich behandeln zu lassen (Standardgruppe). Die Patienten der Termingruppe (n=929) konnten zwischen 2 Behandlungsmöglichkeiten für ihre Sexualpartner wählen: Entweder gaben sie das Medikament dem Sexualpartner direkt oder ein Studienmitglied informierte den Sexualpartner über die Infektion und belieferte ihn mit dem Medikament ohne weitere klinische Untersuchung. Die Patienten der Standardgruppe (n=931) wurden angehalten ihre Sexualpartner über die Infektion und Behandlungsnotwendigkeit zu informieren. Der Sexualpartner musste aber selber aktiv werden und einen Arzt aufsuchen. Der primäre Outcome war die persistierende beziehungsweise rezidivierende Gonorrhoe oder Chlamydieninfektion der Patienten 3 und 19 Wochen nach Behandlung.

 

Eine persistierende oder rezidivierende Gonorrhoe resp. Chlamydieninfektion bestand bei 121 Patienten der Standardgruppe (13%) und bei 92 Patienten der Termingruppe (10%, relatives Risiko [RR] 0.76). Die sofortige Behandlung der Sexualpartner resultierte in einer effektiveren Reduktion persistierender und rezidivierender Infektionen als die Standardempfehlung –suchen sie einen Arzt auf und lassen sie sich behandeln (Gonorrhoe: 3% vs. 11%, P=0.01, Chlamydien: 11% vs. 13%, P=0.17). Unabhängig von anderen Faktoren wurde die sofortige Behandlung mit einer Risikoreduktion für einen Rückfall (persistierender Infekt, Rezidiv)  assoziiert (RR 0.75). Patienten der Termingruppe rapportierten signifikant häufiger, dass alle ihrer Sexualpartner behandelt wurden und schienen signifikant seltener Sex mit unbehandelten Partnern zu haben als die Patienten der Standardgruppe.

 

Konklusion der Autoren: Die sofortige Behandlung aller Sexualpartner reduziert die Rate persistierender und rezidivierender Gonorrhoe oder Chlamydieninfektionen.

 

Abstract

 

NEJM 2005;352:676-685 - Golden et al

18.02.2005 - undefined

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Fachbereiche
Dermatologie
Gynäkologie
Infektiologie
Urologie-Nephrologie
Artikel zum Thema
medline Related Articles

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1