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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 19. Mai 2022
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Reizdarmsyndrom: mittelfristige Verbesserung der Beschwerden durch Verhaltenstherapie

Die Autoren dieser im BMJ publizierten randomisierten, kontrollierten Studie untersuchten den Einfluss einer Verhaltenstherapie auf die Symptomstärke bei Reizdarmsyndrom.

In die Studie wurden 149 Patienten von 10 Londoner Hausarztpraxen mit einem moderaten bis schweren Reizdarmsyndrom randomisiert. Primärer Endpunkt war die Verbesserung im Irritable bowel symptom severity Score. Sekundäre Endpunkte waren die Scores der Work and social adjustment scale und Hospital anxiety and depression scale.

 

77 Patienten wurden nur mit Mebeverin (Duspatalin®), 72 Patienten zusätzlich verhaltenstherapeutisch behandelt. Mit der Verhaltenstherapie wurde anfänglich eine beachtliche Symptomverbesserung gegenüber der Vergleichsgruppe erreicht, die sich in einer Reduktion beim primären Endpunkt im Mittel um 68 Punkte wiederspiegelte. Diese Verbesserung war bis sechs Monate nach der Behandlung anhaltend und betrug nach 3 Monaten durchschnittlich 71 Punkte und nach 6 Monaten 11 Punkte. Danach bestand dieser Benefit nicht mehr. Im Work and social adjustement Score war der Einfluss bis zu einem Jahr nach der Verhaltenstherapie bestehend und betrug im Mittel 2.8 Punkte, die Ergebnisse der hospital anxiety and depression scale hingegen waren widersprüchlich.

 

Konklusion der Autoren: Mebeverin mit Verhaltenstherapie kombiniert brachte für zumindest sechs Monate eine Symptomverbesserung im Vergleich zu Mebeverin alleine. Obwohl dieser Vorteil danach abflaute und nach einem Jahr nicht mehr bestand, könnte diese Kombination für ein bestimmtes Patientengut mit Reizdarmsyndrom vorteilhaft sein.

 

Link zur Studie 

BMJ 2005;331:435 - T. Kennedy et al

23.08.2005 - gem

 
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