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NASH spricht auf Vitamin E an

Für die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH), welche in bis zu 15% der Fälle zur Leberzirrhose fortschreitet, gibt es zurzeit keine etablierte Therapie. Sanyal und Kollegen haben den Effekt von Vitamin E und Pioglitazon auf den Verlauf der NASH untersucht.

247 Erwachsene mit einer NASH, jedoch ohne Diabetes mellitus, nahmen an der randomisierten Studie teil. Sie erhielten täglich entweder 30 mg Pioglitazon, 800 IU Vitamin E oder Placebo. Primärer Endpunkt war eine Verbesserung der Histologie bezüglich Steatose, lobulärer Entzündung, hepatozellulärer Schwellung und Fibrose nach 96 Wochen Behandlung. Die Patienten wurden danach während 24 Wochen weiter beobachtet. Eine statistische Signifikanz der Unterschiede in den histologischen Scores war definiert als p<0.025.

 

Die Anzahl Patienten mit einer histologischen Verbesserung der NASH war unter Vitamin E mit 43% signifikant höher als unter Placebo mit 19% (p=0.001). Der Unterschied zwischen Pioglitazon und Placebo war statistisch nicht signifikant (34% vs. 19%, p=0.04). Die Transaminasen sanken unter beiden Therapien signifikant ab. In der Leberhistologie zeigte sich in beiden Gruppen mit aktiver Therapie eine Reduktion der Steatose sowie der lobulären Entzündung, jedoch nicht der Fibrose. Patienten unter Pioglitazon nahmen mehr Gewicht zu als solche unter Vitamin E oder Placebo; andere Nebenwirkungen waren in allen drei Gruppen gleich häufig.

 

Konklusion der Autoren: Vitamin E kann den Verlauf einer NASH gegenüber Placebo günstig beeinflussen. Pioglitazon scheint ebenfalls einen gewissen Effekt zu haben, der primäre Endpunkt wurde jedoch nicht erreicht.

 

Link zur Studie

NEJM 2010, online Publikation 28. April - Sanyal AJ et al

04.05.2010 - dde

 
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