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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 09. August 2022
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Metaanalyse: Furosemid bei akuter Niereninsuffizienz ohne Effekt

Das Schleifendiuretikum Furosemid kommt bei drohender oder manifester akuter Niereninsuffizienz häufig zum Einsatz. Die Autoren einer im BMJ publizierten Metaanalyse haben den Effekt von Furosemid zur Prävention respektive Behandlung der akuten Niereninsuffizienz evaluiert und sind zu ernüchternden Ergebnissen gekommen.

Die Datenbanken Medline, Embase und Cochrane Library wurden nach randomisierten, kontrollierten Studien durchsucht, welche den Effekt und eventuelle Nebenwirkungen von Furosemid (als Bolus oder kontinuierlich verabreicht) bei Patienten mit hohem Risiko für eine Nierenfunktionseinschränkung oder manifester akuter Niereninsuffizienz untersuchten. Primäre Endpunkte waren die Mortalität im Spital und Anzahl Patienten, welche eine Dialyse respektive Nierentransplantation brauchten.

 

9 randomisierte Studien mit insgesamt 849 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien und wurden in die Metaanalyse eingeschlossen. Die Verabreichung von Furosemid verbesserte im Vergleich zu Placebo (Infusionen ohne Furosemid) weder die Mortalitätsrate noch die Dialyse- oder Transplantationsrate - unabhängig davon, ob Furosemid präventiv oder als Therapie der akuten Funktionsstörung eingesetzt wurde. Das relative Risiko für Tod im Spital betrug 1.11, das Risiko für eine dialyse- oder transplantationspflichtige Niereninsuffizienz 0.99. Vorübergehende Taubheit und Tinnitus traten unter Furosemid signifikant häufiger auf als in den Kontrollgruppen (relatives Risiko 3.97).

 

Konklusion der Autoren: Patienten mit einem hohen Risiko für eine Nierenfunktionseinschränkung oder mit einer manifesten akuten Niereninsuffizienz profitieren nicht von der Verabreichung von Furosemid. Hohe Furosemid-Dosen sind mit einem erhöhten Ototoxizitätsrisiko assoziiert.

 

Link zur Studie

BMJ 2006;333:420 - Ho KM et al

29.08.2006 - dde

 
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