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Kardiovaskuläre Mortalität bei chronischer Nierenerkrankung: Ältere vs. neuere Risikofaktoren

Bei älteren Menschen mit chronischer Nierenerkrankung ist das Risiko, an kardivaskulären Erkrankungen zu sterben, deutlich erhöht, dennoch ist wenig über die relative Bedeutung traditioneller Risikofaktoren (RF) gegenüber neueren RF bekannt. Ziel dieser Studie war es, diese Prädiktoren der kardiovaskulären Mortaltiät zu vergleichen.

Insgesamt wurden 5808 Personen aus der Kohorte der Cardiovascular Health Studie eingeschlossen. Die Teilnehmer aus vier US-Gemeinden waren mindestens 65 Jahre alt, lebten in privaten Haushalten und wurden zwischen 1989 und 1990 rekrutiert. 687 dunkelhäutige Teilnehmer wurden 1992/93 zusätzlich einbezogen. Der mittlere Follow up betrug 8.6 Jahre. Der primäre Endpunkt war die kardiovaskuläre Mortaliät bei Personen mit oder ohne chronischer Nierenerkrankung. Eine chronische Nierenerkrankung war definiert durch eine glomeruläre Filtrationsrate (GFR) unter 60 mL/min pro 1.73 m2.

 

Bei 1249 Personen (22%) bestand zu Studienbeginn eine chronische Nierenerkrankung. Die Rate für das Risiko kardiovaskulärer Mortalität wurde als Anzahl der Todesfälle pro 1000 Personenjahre angegeben (n/1000) und betrug bei Personen mit chronischer Nierenerkrankung 32/1000 vs. 16/1000 bei Personen ohne chronische Nierenerkrankung. Bei den multivariaten Analysen waren Diabetes, erhöhter systolischer Wert, Rauchen, Bewegungsmangel, Alkoholabstinenz und linksventrikuläre Hypertrophie Prädiktoren für erhöhte kardiovaskuläre Mortalität (alle P Werte < 0.05). Bei den neueren RF waren nur log CRP (P = 0.05) und log Interleukin 6 (P < 0.001) als Prädiktoren mit dem Enpunkt assoziiert. Die absolute Risikoerhöhung für den primären Endpunkt bei chronischer Nierenerkrankung war bei den traditionellen RF stärker als bei den neueren RF (LVHT: 25/1000, Rauchen 20/1000, Bewegungsmangel 15/1000, erhöhter systolischer Wert 14/1000, Diabetes 14/1000, Alkoholabstinenz 11/1000 vs. 5/1000 bei erhöhtem CRP und 5/1000 bei erhöhtem Interleukin 6). In der Receiver-Operating-Characteristic-Kurve betrug der Wert für den Bereich unterhalb der Kurve für die traditionellen RF 0.73. Nach Einberechnung der neueren RF war der Wert mit 0.74 nur unwesentlich höher (P für Differrenz = 0.15).

 

Konklusion der Autoren: Bei älteren Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung waren die traditionellen Risikofaktoren stärker mit der kardiovaskulären Mortalität assoziiert als die neueren Risikofaktoren. Weitere Studien sind notwendig um zu klären, ob eine konsequente Lebensstiländerung bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung das kardiovaskkuläre Risiko reduziert.

 

Link zur Studie

JAMA 2005;293:1737-1745 - M. G. Shlipak et al

13.04.2005 - gem

 
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